Hamburg blüht auf 2022

Eremit

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Hamburg blüht auf - Dank dir und mit dieser Wildblumenmischung

Artenvielfalt bewahren: Mit dieser insektenfreundlichen Wildblumenmischung verwandelst du deinen Garten oder Balkon in ein summendes Blumenmeer. Die Mischung aus zertifiziertem, regionalen Saatgut enthält fünf Pflanzen, die sich an sonnigen und halbschattigen Standorten wohlfühlen und deren Samen im Herbst gesammelt werden können. Es handelt sich dabei um samenfestes Saatgut und nicht um F1-Hybride. Das bedeutet, dass die nachgezogenen Pflanzen die gleichen Eigenschaften wie die Elternpflanzen aufweisen.

Wenn Du die Samen trocknest und dunkel lagerst, kannst du diese im Folgejahr wieder aussäen, mit deinen Nachbarn teilen oder in einer Saatgutbibliothek tauschen. Bitte säe nur auf deinem eigenen Grundstück, um das tatsächliche Vorkommen in der Natur nicht zu verfälschen!

Es handelt sich um eine gemeinschaftliche Aktion der Bücherhallen Hamburg, der Sparda-Bank Hamburg eG und der Loki Schmidt Stiftung. Namensgeberin ist die Aktion "Celle blüht auf". Mit insgesamt 30.000 Saatguttüten möchten wir zumindest ein kleines Zeichen für mehr Artenvielfalt setzen.

 

Kornblume / Centaurea cyanus

  • einjährig
  • Blüte Mai - September
  • Höhe bis 80 cm
  • 36 % Anteil

Die blau-blühende Sommerblume, die zur Gattung der Flockenblumen gehört, wuchs früher üppig inmitten von Getreidefeldern. Diesem Umstand verdankt sie ihren Trivialnamen "Kornblume". Da sie allerdings oftmals als Unkraut bekämpft wurde, gingen die Bestände stark zurück. Heute kann man sie wieder häufiger an den Rändern biologisch bewirtschafteter Felder finden. Die Kornblume liebt sonnige, nährstoffarme, durchlässige Böden. Ihr Nektar dient Schmetterlingen, Hummeln und Bienen als Nahrung.

Foto: Loki Schmidt Stiftung

Rote Lichtnelke / Silene dioica

  • zweijährig
  • Blüte April bis Oktober
  • Höhe bis 90 cm
  • 30 % Anteil

Die Rote Lichtnelke kommt an Waldrändern, in Gebüschen, in Bruch- und Auenwäldern sowie auf feuchten Wiesen vor. Ihre Blüten sind nur tagsüber geöffnet und bieten zahlreichen Insekten Nahrung. Mit ihren langen Rüsseln kommen Tagfalter leicht an den Nektar heran. Hummeln hingegen besitzen nur einen kurzen Rüssel, weshalb sie von außen ein Loch in die Kelchwand beißen, um an den Nektar zu gelangen.

Foto: Loki Schmidt Stiftung

Saat-Wucherblume / Glebionis segetum

  • einjährig
  • Blüte Mai-Oktober
  • Höhe bis 80 cm
  • 15 % Anteil

Die krautige Pflanze wurde einst als Ackerunkraut gefürchtet und bekämpft, was sich in den regional verschiedenen Trivialnamen, wie zum Beispiel "Böse Blom", widerspiegelt. Heute steht sie auf der Vorwarnliste gefährdeter Arten. Die Bienenpflanze gedeiht am besten an sonnigen, kalkarmem Standorten.

Foto: sternbea, Pixabay

Bunter Hohlzahn / Galeopsis speciosa

  • einjährig
  • Blüte Juni - Oktober
  • Höhe bis 100 cm
  • 15 % Anteil

Der Bunte Hohlzahn ist eine beliebte Futterpflanze für Wildbienen. Die Pflanze bevorzugt wechselnasse, nährstoffreiche Sand-, Lehm- sowie Niedermoorböden und kommt sowohl in Laubwäldern, an Waldrändern und in Gebüschen als auch auf Äckern und an Wegen vor.

Foto: Loki Schmidt Stiftung

Gemeine Schafgarbe / Achillea millefolium

  • mehrjährig
  • Blüte Juni bis Oktober
  • Höhe bis 100 cm
  • 4 % Anteil

Die Gemeine Schafgarbe gehört zu den Pionierpflanzen und ist auf Wiesen und Weiden sowie an Acker- und Wegrändern zu finden. Der Gattungsname Achillea geht auf Achilles zurück, der im trojanischen Krieg die Schafgarbe zur Wundheilung verwendet haben soll. Auch heute wird sie als Gewürz- und Arzneipflanze verwendet. Die Blütezeit kann bis zum Frost reichen, die Schafgarbe ist daher eine wichtige Nektarpflanze für Insekten und Schmetterlinge.

Foto: Loki Schmidt Stiftung

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Diese Bücherhallen sind Saatgutbibliotheken

Den Austausch von Saatgut gibt es wohl so lange wie der Mensch Ackerbau betreibt, die Weitergabe über den Gartenzaun oder von Hof zu Hof war schon immer selbstverständlich. Die Idee der Saatgutbibliothek stammt aus den USA. Die Zunahme an gentechnisch verändertem Saatgut brachte dortige Umweltinstitutionen dazu mit „Seedlibraries“ die Sortenvielfalt zu erhalten. In Frankreich entstanden die ersten „Grainothèques“ 2013 und auch in Deutschland sind Saatgutbibliotheken im Kommen.

Nachhaltigkeit, Vielfalt und Artenschutz sind auch für die Bibliotheken in Hamburg ein wichtiges Thema. Folgende Bücherhallen bieten interessierten Hobbygärtner die Möglichkeit Saatgut zu tauschen bzw. zu leihen:

  • Alstertal, Altona, Bergedorf, Billstedt, Eidelstedt, Eimsbüttel, Hamburger Bücherbusse, Harburg, Hohenhorst, Horn, Kirchdorf, Lokstedt, Neugraben, Niendorf, Schnelsen, Steilshoop, Wandsbek, Wilhelmsburg.

Weitere Informationen unter: www.buecherhallen.de/saatgutbibliothek

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