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Hamburg blüht auf 2026
Hamburg blüht auf - Dank dir und mit dieser Wildblumenmischung
Ab Mai 2026 liegen in den Bücherhallen die beliebten »Hamburg blüht auf«-Saatguttüten aus, die sich alle Hamburger*innen kostenfrei mitnehmen konnten. Die Mischung aus zertifiziertem, regionalen Saatgut enthält Samen von 25 Wildblumenarten, die farbenfroh blühen und wichtige Nahrungsquellen für Insekten sind.
Es
handelt sich dabei um samenfestes Saatgut und nicht um F1-Hybride. Das
bedeutet, dass die nachgezogenen Pflanzen die gleichen Eigenschaften wie
die Elternpflanzen aufweisen. Wenn Du die Samen im Herbst absammelst, trocknest und dunkel lagerst, kannst du
diese im Folgejahr wieder aussäen, mit deinen Nachbar*innen teilen oder
in einer Saatgutbibliothek tauschen. Bitte säe nur auf deinem eigenen
Grundstück, um das tatsächliche Vorkommen in der Natur nicht zu
verfälschen!
»Hamburg blüht auf« ist eine gemeinschaftliche Aktion der Bücherhallen Hamburg, der Sparda-Bank Hamburg eG und der Loki Schmidt Stiftung. Mit insgesamt 25.000 Saatguttüten möchten wir gemeinsam ein kleines Zeichen für mehr Artenvielfalt setzen.
Informationen zu Aussaat und Zusammensetzung der Mischung folgen.
Spitzwegerich / Plantago lanceolata
- mehrjährig
- Blüte: Mai bis September
- Höhe bis 50cm
- 9% Anteil
Auf Wiesen, an Wegrändern oder Schuttplätzen kann man die
charakteristische Rosette des Spitzwegerich, in welcher die schmalen,
lanzettlichen, spitz zulaufenden Blätter aufrecht stehen, noch oft
sehen. Ab Mai bildet sich ein Blütenstiel heraus, der etwa doppelt so
lang ist wie die Blätter. An dessen Ende zeigt sich eine wunderschöner,
ähriger, walzenförmiger Blütenstand. Die Staubblätter mit weißen Staubfäden ragen weit über die Blüte hinaus.
Spitzwegerich wird in der Naturheilkunde als Mittel gegen Husten
eingesetzt, außerdem soll der Pflanzensaft den Juckreiz nach
Insektenstichen lindern.
Foto: Amira Elatawna
Wiesen-Flockenblume / Centaurea jacea
- mehrjährig
- Blüte: Juni bis Oktober
- Höhe: 30 bis 150cm
- 8% Anteil
Natürlich kann man sie auf Wiesen und Weiden, auf Halbtrockenrasen und an Straßenrändern finden. Aber auch im Garten wird die Wiesen-Flockenblume als bienenfreundliche Staude geschätzt. Die rosa- bis purpurfarbenen Blütenblätter formen sich eng zusammen in der Mitte jeder Blüte und haben extra Blütenblätter, die deutlich nach außen ragen. Sie wird in verschiedenen Ländern als Indikator für die Qualität des Grünlands verwendet.
Foto:
Rote Lichtnelke / Silene dioica
- zweijährig
- Blüte: April bis Oktober
- Höhe bis 90cm
- 8% Anteil
Die Rote Lichtnelke kommt an
Waldrändern, in Gebüschen, in Bruch- und Auenwäldern sowie auf feuchten
Wiesen vor. Ihre Blüten sind nur tagsüber geöffnet und bieten
zahlreichen Insekten Nahrung. Mit ihren langen Rüsseln kommen Tagfalter
leicht an den Nektar heran. Hummeln hingegen besitzen nur einen kurzen
Rüssel, weshalb sie von außen ein Loch in die Kelchwand beißen, um an
den Nektar zu gelangen.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Kornblume / Centaurea cyanus
- einjährig
- Blüte: Mai bis September
- Höhe bis 80cm
- 6% Anteil
Die blau-blühende Sommerblume wuchs früher üppig inmitten von
Getreidefeldern. Diesem Umstand verdankt sie ihren Trivialnamen
"Kornblume". Da sie allerdings oftmals als Unkraut bekämpft wurde,
gingen die Bestände stark zurück. Heute kann man sie wieder häufiger an
den Rändern biologisch bewirtschafteter Felder finden. Die Kornblume
liebt sonnige, nährstoffarme, durchlässige Böden. Ihr Nektar dient
Schmetterlingen, Hummeln und Bienen als Nahrung.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Wiesen-Margerite / Leucanthemum ircutianum/vulgare
- mehrjährig
- Blüte: Mai bis September
- Höhe bis 70cm
- 6% Anteil
Die Wiesen-Margerite ist ein wahrer Magnet für Bienen und Schmetterlinge, auch Raupen finden an ihr Nahrung. Die pflegeleichte und robuste Pflanze gedeiht am besten auf stickstoffarmen, sonnigen bis halbschattigen, frischen bis halbtrockenen Wiesen. Blätter, Blüten und Wurzeln sind essbar und finden auch in der Naturheilkunde Anwendung. Die Pflanze ist nicht giftig, jedoch kann es bei Berührung zu Kontaktallergien kommen.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Kuckucks-Lichtnelke / Lychnis flos-cuculi
- mehrjährig
- Blüte: Mai bis Juli
- Höhe bis 80cm
- 6% Anteil
Diese lilafarbenen Blumen kommen am häufigsten in Sümpfen und Mooren vor. Dort bieten sie Nahrung für viele Wildbienenarten, wie die Furchen- und Sandbiene, und die Raupen der Schmetterlingsarten Raps-Weißling und Zitronenfalter. Die Kuckucks-Lichtnelke wurde früher als Heilpflanze verwendet und, da die Wurzeln Saponine enthalten, auch als Waschmittel genutzt. Saponine sind biologische Substanzen, die Schaum bilden, wenn sie mit Wasser in Berührung kommen.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Gewöhnliche Braunelle / Prunella vulgaris
- mehrjährig
- Blüte: Juni bis September
- Höhe bis 25cm
- 6% Anteil
Diese immergrüne Pflanze mit vielen violetten Blüten ist geeignet im eigenen Garten als Bodendecker für Blumenbeete und Dachgärten und beliebt bei Schmetterlingen. Diese pflegeleichte und winterfeste Blume war auch Blume des Jahres 2023. Die Gewöhnliche Braunelle wurde und wird in vielen Bereichen der Heilmedizin eingesetzt, unter anderem ist sie wirksam gegen Herpes oder Diphtherie (Bräune-Krankheit).
Foto:
Weißes Labkraut / Galium album
- mehrjährig
- Blüte: Juni bis September
- Höhe: 30 bis 100cm
- 5% Anteil
Man kann das Weiße Labkraut bis in die Alpen auf einer Höhe von 1850 Metern finden. Sie besitzt viele kleine, weiße, 5-blättrigen Blüten, die an Sterne erinnern. Sie dient auch als wichtige Futterpflanze für Raupen und Bienen. Und abgestorbene Pflanzenteile schützen die Pflanze und werden von Insekten zum Überwintern genutzt.
Foto:
Sumpf-Schotenklee / Lotus pedunculatus
- mehrjährig
- Blüte: Mai bis August
- Höhe: 20 bis 90cm
- 4% Anteil
Der Sumpf-Schotenklee, auch Sumpf-Hornklee genannt, ist eine winterharte Pflanze, die bei Bienen und anderen Insekten sehr beliebt ist. Der Blütenstand kann bis zu 15 Blüten enthalten, die vor dem richtigen Aufblühen rot erscheinen und dann die charakteristische gelbe Farbe bekommen. Die Blüten und Blätter sind essbar.
Foto:
Gewöhnliche Schafgarbe / Achillea millefolium
- mehrjährig
- Blüte: April bis Juni
- Höhe bis 60cm
- 3% Anteil
Die Gemeine Schafgarbe gehört zu den Pionierpflanzen und ist auf Wiesen und Weiden sowie an Acker- und Wegrändern zu finden. Der Gattungsname Achillea geht auf Achilles zurück, der im trojanischen Krieg die Schafgarbe zur Wundheilung genutzt haben soll. Auch heute noch wird sie als Gewürz- und Arzneipflanze verwendet und sogar als "Arzneipflanze des Jahres 2025" gewählt. Die Schafgarbe ist eine wichtige Nektarpflanze für Insekten und Schmetterlinge.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Sumpf-Schafgarbe / Achillea ptarmica
- mehrjährig
- Blüte: Juli bis Oktober
- Höhe: 30 bis 100cm
- 3% Anteil
Die Sumpf-Schafgarbe oder auch Bertramsgarbe genannt gedeiht am besten auf nassen Böden, wie Gräben oder an Flüssen. Die weißen Blüten gruppieren sich zu 8 bis 13 Blüten zusammen und sind bei Bienen und Fliegen beliebt. In der Volksmedizin wurden die scharf schmeckende Wurzeln als Niespulver verwendet und kam auch als stärkendes und blutstillendes Mittel zum Einsatz.
Foto:
Wiesen-Kerbel / Anthriscus sylvestris
- mehrjährig
- Blüte: April bis Juni
- Höhe: 60 bis 150cm
- 3% Anteil
Die weißen, kleinen Blüten zusammengruppiert in Dolden, erinnern an Giersch oder Schafgarbe. Die Wurzel wächst rübenförmig in die Erde, ähnlich wie eine Möhre. Der Wiesen-Kerbel ist anspruchslos, winterhart und hält Blattläuse und Echten Mehltau von anderen Pflanzen fern. Er ist wichtige Futterpflanze für Bienen, Raupen und Käfern. Kerbel ist auch eine sehr alte Gewürzpflanze, die in der Frankfurter Grünen Soße verwendet wird. In der Naturheilkunde verwendet man die Blätter als Tee gegen Verdauungsbeschwerden und als Umschläge gegen Hautausschläge.
Foto:
Echtes Barbarakraut / Barbarea vulgaris
- zweijährig
- Blüte: April bis Juli
- Höhe bis 60cm
- 3% Anteil
Das Echte Barbarakraut, auch Winterkresse genannt, ist eine sehr wichtige Pionierpflanze auf Ruderalstellen, Ufern und Äckern. Die Bestäubung erfolgt durch viele Insekten wie Bienen, Schmetterlinge oder Schwebfliegen. Es ist eine beliebte, scharfwürzige Gemüsepflanze und wird auch als Heilpflanze zur Vorbeugung von Erkältungen verwendet. Es kann auch noch bis Anfang Dezember geerntet werden.
Foto:
Gewöhnlicher Blutweiderich / Lythrum salicaria
- mehrjährig
- Blüte: Juni bis September
- Höhe: bis 1m
- 3% Anteil
Der Gewöhnliche Blutweiderich kann bis zu 100 purpurfarbene Blüten bekommen. Er ist winterfest, robust und pflegeleicht und dient vielen Bienen- und Raupenarten als Futter. Viel Wasser ist notwendig, da diese Pflanze an Gräben, Flussufern und Mooren zu Hause ist. Jede Pflanze kann bis zu 3 Millionen Samen produzieren.
Foto:
Klatschmohn / Papaver rhoeas
- einjährig
- Blüte: Mai bis Juli
- Höhe: 30 bis 90cm
- 3% Anteil
Der Klatschmohn ist ein typischer Getreidebegleiter und wurde 2017 zur Blume des Jahres gekürt um auf die Gefährdung und den Verlust von Ackerwildpflanzen aufmerksam zu machen. Die duftlosen Blüten bilden nur Pollen, aber keinen Nektar und sind daher für Schmetterlinge uninteressant, aber sehr beliebt bei Bienen. Aber aufgepasst: Der Klatschmohn beinhaltet Alkaloide, die giftig sind.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Herbst-Löwenzahn / Scorzoneroides autumnalis
- mehrjährig
- Blüte: Juli bis September
- Höhe bis 60cm
- 3% Anteil
Diese Pflanze kennt sicher jeder. Sie
ist auch unter dem Namen Herbst-Schuppenlöwenzahn bekannt. Obwohl die
meisten Menschen sie als Unkraut bezeichnen, sind doch viele Insekten,
wie Fliegen, Käfer, Schmetterlinge, Wildbienen und Schwebfliegen auf
diese Blumen angewiesen. Die Blätter kann man problemlos im Salat essen
und aus den Blüten lässt sich Tee herstellen, der die Verdauung und den
Stoffwechsel anregt.
Foto: Wilhelm Zimmerling (wikimedia)
Gewöhnlicher Teufelsabbiss / Succisa pratensis
- mehrjährig
- Blüte: Juli bis September
- Höhe bis 50cm
- 3% Anteil
Der Teufelsabbiss kann bis zu einem halben Meter hoch werden und bildet ebenso lange Wurzeln nach unten aus. Diese Wurzeln sehen angefressen aus, woher auch der Name stammt. Er wurde 2015 zur Blume des Jahres gewählt, um auf den Schwund des Lebensraums aufmerksam zu machen. Der Teufelsabbiss wird als Zeigerpflanze für nährstoffarme Böden verwendet.
Foto:
Echtes Mädesüß / Filipendula ulmaria
- mehrjährig
- Blüte: Juni bis August
- Höhe bis 150cm
- 2,5% Anteil
Diese einheimische Wildstaude ist robust, pflegeleicht und winterhart. Sie braucht viel Wasser, da ihr natürlicher Lebensraum an Bachufern und Auen ist. Die vielzähligen, weißen Blüten sehen weich und fluffig aus und verströmen einen Duft von Honig, Mandel und Orange. Da Mädesüß eine besonders reichhaltige Pollenpflanze ist, bietet sie vielen Insekten, wie Bienen, Schwebfliegen und Käfern, Futter. Sie ist auch als Namensgeber von Aspirin bekannt, da Salicylsäure oder Salicylaldehyd natürlich im Mädesüß vorkommt und Schmerzen lindert.
Foto:
Wiesen-Sauerampfer / Rumex acetosa
- mehrjährig
- Blüte: Mai bis August
- Höhe: 40 bis 80cm
- 2% Anteil
Der Wiesen-Sauerampfer, auch Großer Sauerampfer genannt, wurde lange Zeit als Heil- und Gemüsepflanze genutzt und in den letzten Jahren wieder vermehrt eingesetzt. Er bleibt im Winter oft grün und man sollte ihn viel zurückschneiden, sonst breitet er sich wie Unkraut überall aus. Außerdem werden die Pollen vom Wind verstreut und können Heuschnupfen auslösen. Etwa 30 Schmetterlingsarten benutzten den Sauerampfer als Raupenfutter. Und in vielen traditionellen Gerichten, wie Ampfersuppe, Borschtsch oder Aveluk-Suppe, wird Sauerampfer verwendet.
Foto:
Wiesen-Bärenklau / Heracleum sphondylium
- mehrjährig
- Blüte: Juni bis September
- Höhe bis 150cm
- 1,5% Anteil
Der Wiesen-Bärenklau ist pflegeleicht, robust und winterhart, aber braucht viel Wasser, da sein Lebensraum an Ufern und Auen ist. Aber Vorsicht: Die feinen Haare am Stängel verursachen sonnenbrandähnliche Symptome, wenn man sie anfasst. Deshalb immer Gartenhandschuhe benutzen. Viele Insekten, wie Bienen und Schmetterlinge, nutzen den Wiesen-Bärenklau als Futter- und Nektarpflanze. Auch Nutztiere fressen junge Pflanzen gerne und sind immun gegen die Giftstoffe.
Foto:
Gras-Sternmiere / Stellaria graminea
- mehrjährig
- Blüte: Mai bis Juni
- Höhe bis 50cm
- 1,5% Anteil
Die Gras-Sternmiere streckt ihre Wurzeln nicht tief in die Erde, wodurch sie eine perfekte Pflanze für Dachbegrünung ist. Sie ist eine Pionierpflanze und Anzeiger für Versauerung Böden. Sie ist in der freien Natur auf mageren Bergwiesen, an Wegen und Äckern anzutreffen. Viele Insekten, wie Bienen und Schmetterlinge, mögen die Gras-Sternmiere sehr gerne.
Foto:
Scharfer Hahnenfuß / Ranunculus acris
- mehrjährig
- Blüte: Mai bis September
- Höhe bis 100cm
- 1% Anteil
Diese schöne Blume wird auch
Butterblume genannt. Bedrohte Schmetterlingsarten wie der
Perlmuttfalter, Mohrenfalter und Feuerfalter sind auf den Nektar
angewiesen und für Wildbienen ist sie ein wichtiger Pollenlieferant. Für
Menschen mit Heuschnupfen kann sie jedoch eine Plage sein. Außerdem
sehr wichtig: Diese Blume ist giftig.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Wiesen-Schaumkraut / Cardamine pratensis
- mehrjährig
- Blüte: April bis Juni
- Höhe bis 60cm
- 0,5% Anteil
Das Wiesen-Schaumkraut bevorzugt
frische bis feuchte, nährstoffreiche Wiesen- und Rasenstandorte, besitzt
jedoch eine hohe Anpassungsfähigkeit und ist daher auch auf sandigen
Standorten zu finden. Wenn die Blüten sich zeigen, werden dann häufig vom Aurora-Falter angeflogen, da dessen Raupen sich überwiegend
von dem Pflanzensaft ernähren. Die
Pflanzensamen befinden sich in einer Schote, welche bei Reife
aufspringt. Die Wildpflanze wurde von der Loki Schmidt Stiftung zur Blume des Jahres 2006 gekürt.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Gewönlicher Gilbweiderich / Lysimachia vulgaris
- mehrjährig
- Blüte: Juni bis August
- Höhe bis 100cm
- 0,5% Anteil
Der Gewöhnliche Gilbweiderich ist eine heimische Staude, die sich schnell über Ausläufer ausbreitet. Wenn sie viel direktem Sonnenlicht ausgesetzt ist, sind die Blüten leuchtend gelb mit roter Basis, aber in mehr Schatten können die Blüten kleiner und heller sein. Der Gewöhnliche Gelbweiderich besitzt keinen Nektar, sondern lockt Insekten mit Öl an. Früher wurde die Pflanze als Heilmittel gegen Durchfälle und Fieber genutzt und Wolle in gelb und grün gefärbt.
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Geflügeltes Johanniskraut / Hypericum tetrapterum
- mehrjährig
- Blüte: Juli bis August
- Höhe: 30 bis 60cm
- 0,3% Anteil
Das Geflügelte Johanniskraut wird auch umgangssprachlich Flügel-Hartheu oder Flügel-Johanniskraut genannt. Sie ist eine einheimische, winterharte Staude, die vor allem sonnige Plätze liebt. Die gelben, sternförmigen Blüten locken viele Schmetterlinge an und bieten deren Raupen Futter. Am besten eignet sie sich für den Ufer des Gartenteiches, da sie eine Sumpfpflanze ist, die auch mal mit weniger Wasser auskommen kann oder mit Überschwemmungen.
Foto:
Veranstaltungen in den Bücherhallen
Ein buntes Programm rund um wilde Tiere, Pflanzen und Stadtnatur erwartete euch auch vom 14. Mai bis 20. Juni 2025 in den Bücherhallen Hamburg: Ausstellungen, Filmvorführungen, Workshops, Bilderbuchkino, Familiensamstage, Tauschbörsen, Bastelaktionen und vieles mehr.
Ausstellungen
16.05.-26.06.: Wilhelmsburg: Fotoausstellung "Stadt. Land. Wild"
Anlässlich des Langen Tags der Stadtnatur führen Mitglieder der Fotogruppe NABU Hamburg durch die Ausstellung "Stadt.Land.Wild" und stehen für Fragen zur Verfügung.
Die Ausstellung ist vom 16. Mai bis zum 26. Juni 2025 in der Bücherhalle Wilhelmsburg zu sehen. Präsentiert werden faszinierende Aufnahmen von wildem Tierleben in und um Hamburg – vom scheuen Eichhörnchen im Park bis zu eleganten Wasservögeln an Elbe und Alster. Die Ausstellung lädt dazu ein, die Vielfalt der tierischen Stadtbewohner neu zu entdecken und sensibilisiert für den Schutz ihrer Lebensräume – direkt vor unserer Haustür.
20.05.-27.06. Lokstedt: Ausstellung "Dem Biber auf der Spur"
10:00 Uhr
In Kooperation mit der Loki Schmidt Stiftung zeigen wir eine Ausstellung rund um den Biber. An fünf Thementischen und vier Infotafeln könnt ihr den Biber, seinen Lebensraum und das "Projekt Biber" kennenlernen.
Nehmt die Biberlaus unter die Lupe, setzt Biberspuren in den Sand, geht dem Geheimnis der Biberzähne auf den Grund, taucht mit der Biberkelle ab und entdeckt in unseren Videos der Wildtierkameras die Mitbewohner des Bibers - in der Ausstellung gibt es viel zu erkunden!
17.06-21.06. Billstedt: Biber-Aktionstisch
Der Lange Tag der Stadtnatur steht in diesem Jahr unter dem Motto "Wilde Tiere". Wir widmen uns in diesem Rahmen eine Woche lang den Bibern!
Neben Kita- und Klassenveranstaltungen am Vormittag sind auch Familien eingeladen, in unseren Servicezeiten am Bibertisch Platz zu nehmen, zu basteln, lesen und lernen! Unterstützt werden wir dabei von Moin Biber! - einem Projekt der Loki Schmidt Stiftung, das sich für den Schutz der in Hamburg lebenden Biber einsetzt und für die Akzeptanz dieser heimischen Tierart wirbt.
Forschen, spielen und entdecken
17.05. Zentralbibliothek: Medien-Kids am Samstag
11:00 Uhr
Können Geschichten Flügel verleihen?
Können Roboter Fußball spielen?
Können Papierrollen zu Schmetterlingen werden?
Kommt gerne vorbei und findet es heraus welches wechselnde Überraschungsprogramm (u.a. Bilderbuchkino und kreatives Gestalten) es gibt.
Vorkenntnisse sind bei keiner Veranstaltung notwendig.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Wir freuen uns auf euch.
21.06. Zentralbibliothek: Medien-Kids am Samstag
11:00 Uhr
Können Geschichten Flügel verleihen?
Können Roboter Fußball spielen?
Können Papierrollen zu Schmetterlingen werden?
Kommt gerne vorbei und findet es heraus welches wechselnde Überraschungsprogramm (u.a. Bilderbuchkino und kreatives Gestalten) es gibt.
Vorkenntnisse sind bei keiner Veranstaltung notwendig.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Wir freuen uns auf euch.
21.06. Rahlstedt: Familiensamstag
Weitere Informationen folgen
Wilde Tiere
04.06. Horn: Insektenwerkstatt für kleine Entdecker!
10:00 Uhr
Insektenwerkstatt: Coole Krabbler mit Lore Otto (Umweltpädagogin / Bildungspartnerin für Nachhaltigkeit)
Willkommen in der spannenden Welt der "Coolen Krabbler"! In dieser lebendigen Werkstatt tauchen Kinder in die faszinierende Welt der Insekten ein. Ob Ameise, Schmetterling oder Regenwürmer – hier wird genau hingeschaut, geforscht und gestaunt.
Eine Aktion im Rahmen von Hamburg blüht auf. Geeignet für 3. - 5. Klasse
Anmelden unter: E-Mail: horn@buecherhallen.de oder Telefon: 040 / 651 51 33
10.06.-19.06. Mümmelmannsberg: "Wurmarium" für große und kleine Forscher*innen
Vom 10.-19.06.2025 haben wir wilde Tiere zu Besuch: echte Kompostwürmer! Jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag könnt ihr den Würmern in unserem "Wurmarium" bei der Arbeit zusehen und miterleben, was eigentlich alles im Boden unter uns los ist.
Kommt einfach vorbei!
14.06. Mümmelmannsberg: Familiensamstag "Wilde Tiere"
11:00-14:00 Uhr
Bei unserem Familiensamstag zum Langen Tag der StadtNatur dreht sich alles um wilde Tiere: Verwandelt euch in einen Tiger, lasst euch mit einem Nashorn fotografieren und entdeckt wilde Tiere, die in Hamburg direkt vor unserer Haustür leben!
- Green Screen Fotoshooting
- Kinderschminken
- Spiel- und Bastelspaß
- Würmer im "Wurmarium" beobachten
- Bücherhallen-Flohmarkt
... und noch vieles mehr!
17.06. Mümmelmannsberg: Der Wurm - eine Natur- und Entdeckerwerkstatt
AUSGEBUCHT
10:00-11:00 Uhr
In dieser Natur- und Entdeckerwerkstatt wird's ganz schön wuselig: Eisenia foetida, der Kompostwurm, kommt zu Besuch. In echt!! Die kleinen rosa Ringelwesen haben es verdient im Rampenlicht zu stehen, denn sie verrichten für uns wertvolle Arbeit im Komposthaufen und im Boden.
In der Werkstatt erfahren wir, wie die Kompostwürmer leben, was ihnen schmeckt und wie wir sie im Garten oder auch in der Kiste halten können.
Dieses Angebot ist für bis zu 25 Kinder von der Vorschule bis zur 4. Klasse geeignet. Bitte melden Sie Ihre Klasse an: telefonisch unter 040 / 507 413 64 oder per E-Mail an muemmelmannsberg@buecherhallen.de
17.06.-24.06. Wilhelmsburg: Wurmkiste
Weitere Informationen folgen
18.06. Holstenstraße: Der Wurm - Eine Natur- und Entdeckerwerkstatt
AUSGEBUCHT
10:00 Uhr
Im Rahmen des Langen Tages der Stadtnatur Hamburg kommt die Pädagogin Annette Huber mit echten Würmern in die Bücherhalle!
In der Werkstatt wird mit einem Kamishibai gezeigt, wie die Kompostwürmer leben, was ihnen schmeckt und wie sie im Garten oder in einer Kiste gehalten werden. Danach folgt eine Wurmfuttersuche quer durch die Bücherhalle und zum Schluss eine Würmerschau in der Becherlupe!
Für eine Vorschulklasse. Bitte in der Bücherhalle anmelden.
20.06. Dehnhaide: Der Fuchstag
16:00-17:30 Uhr
Jetzt wird es fuchsteufelswild! Ein kreativer Nachmittag rund um den schlauen Fuchs! Es wird gebastelt und gezeichnet – für alle Fuchsfreund*innen unabhängig vom Alter.
Im Rahmen von BaschKids und "Langer Tag der Stadtnatur".
Anmeldung per E-Mail
20.06. Langenhorn: Fuchs und Igel
Weitere Informationen folgen
In der Natur
14.05. Kirchdorf: Essbare Kräuter im Inselpark
18:00-20:00 Uhr
Der Mai ist eine wundervolle Zeit, um das frische Grün von Wildkräutern im Inselpark zu genießen. Wir werden das nicht nur mit den Augen tun, sondern uns auf einem Feierabend-Rundgang durch den Inselpark bestimmte Arten auch auf der Zunge zergehen lassen. Lassen Sie sich überraschen und bereichern Sie Ihre Küche mit aromatischen Wildkräutern und den ersten wohlschmeckenden Blüten-Hinguckern auf dem Teller. Im Anschluss an den Spaziergang findet in der Bücherhalle Kirchdorf eine kleine Verköstigung statt.
Treffpunkt ist das Wälderhaus am Inselpark um 17:45 Uhr.
Eine Veranstaltung für Erwachsene und Familien mit Kindern ab 12 Jahren.
Anmeldung unter Telefon 040 7542358 oder E-Mail kirchdorf@buecherhallen.de
31.05. Niendorf: Waldspaziergang durch das Niendorfer Gehege
16:00-18:00 Uhr
Auf dem Rundweg werden verschiedene waldpädagogische Spiele angeboten.
Treffpunkt: Barockkirche am Niendorfer Marktplatz
Für Erwachsene und Kinder mit Anmeldung unter niendorf@buecherhallen.de oder telefonisch 040 58 66 64.
Upcycling und Basteln
13.06. Dehnhaide: Blumentöpfe bemalen und bepflanzen
16:00-17:30 Uhr
Du magst Blumen und Pflanzen und hast sogar eine in Deinem Kinderzimmer stehen, aber Du findest den Topf total langweilig?
Dann komm vorbei, werde zur Künstler*in und gestalte Deinen eigenen Blumentopf!
Im Rahmen von BaschKids, Kulturpunkt und "Langer Tag der Stadtnatur".
Anmeldung per E-Mail
20.06. Winterhude: Bastelnachmittag
16:00-17:00 Uhr
Bastelnachmittag für Kinder und Familien rund um Natur und Tiere.
21.06. Bergedorf: Happy Painting
11:00-13:00 Uhr
Happy Painting was ist das und kann das wirklich jeder?
Ja! Jeder kann malen- auch Du!
Wir schnappen uns Farbe, Stifte, Pinseln und malen einfach drauf los.
Neugierig?
Dann melde dich an unter: bergedorf@buecherhallen.de
Bilderbuchkino
14.06. Steilshoop: Bilderbuchkino "Oskar der Insektenforscher"
11:00 Uhr
Oskar ist ein Insektenforscher
Anschließend noch eine Bastelaktion zum Thema Insekten.
18.06. Harburg: Bilderbuchkino "Pauly und das seltsame Ei"
15:30 Uhr
Pauly, die Stadtmöwe, findet ein seltsames Ei. Erfahrt im Bilderbuchkino, was es damit auf sich hat.
Anschließend basteln wir gemeinsam Tiere aus der Hamburger Wildnis.
Die Veranstaltung ist ohne Anmeldung.
20.06. Neuallermöhe: Bilderbuchkino "Der Löwe in Dir"
15:30 Uhr
Liebe Kinder,
stellt Euch vor ihr seid mause-klein und werdet immer übersehen.
Wie könnte man das ändern?
Das Mäuschen in unserer Geschichte überlegt sich, es müsste brüllen können wie ein Löwe, aber wie geht das?
Kurzerhand beschließt es den Löwen zu fragen.
Wie wird der Löwe reagieren? Kann das gut ausgehen?
Das erfahrt ihr bei uns in der Bücherhalle, wo wir Euch die ganze Geschichte erzählen.
Danach können sich alle Kinder noch eine Löwenmaske anmalen und mit nach Hause nehmen.
21.06. Volksdorf: Bilderbuchkino "Der wilde Garten"
11:00 Uhr
"Julie und ihr Großvater sind das ganze Jahr über in den Wäldern, Teichen und Wiesen, die ihr Städtchen umgeben. Sie beobachten die Insekten, Vögel und anderen wilden Tiere, die dort leben, und ernten Früchte und Nüsse. Die Einwohner des Städtchens lieben hingegen ihren Gemeinschaftsgarten: Voller Begeisterung säen, pflanzen, ernten sie und pflegen Blumen und Bäume. Eines Tages jedoch werden Pläne geschmiedet, den Stadtgarten nach außen zu erweitern. Julie und ihr Großvater bangen um den Lebensraum ihrer wilden Tierfreunde. Sie müssen ihren Nachbarn zeigen, dass die umgebende Natur wertvoller und schützenswerter Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen ist!"
21.06. Winterhude: Bilderbuchkino "Herr Schuhuhu von Waldesruh"
Workshops
21.05. Zentralbibliothek: Was hat der Regenwald mit meinem Handy zu tun?
10:00-12:00 Uhr
Handys sind fester Bestandteil unseres Alltags. Den wenigsten ist dabei bewusst, welchen Wert das Gerät hat, wie aufwendig seine Herstellung ist und was all das mit der Bedrohung des Lebensraumes Regenwald zu tun hat. In unserem Handy-Workshop erarbeiten wir, anhand unseres Handykoffers, diesen Kontext zusammen mit den Schüler:innen. Dabei darf viel geschraubt und selbst angepackt werden. Umfangreiche Sachinformationen inklusive Erklärfilm auf -unserer mehrfach ausgezeichneten Webseite- ergänzen den Workshop.
Dies ist ein Workshop von Abenteuer Regenwald e.V. für 5.-6. Klassen.
23.05. Niendorf: Cyanotypie-drucken mit UV-Strahlen
17:00-19:00 Uhr
Reise zurück in die Zeit der allerersten Fotoverfahren und gestalte mit verschiedenen Materialien deiner Wahl sowie einer UV-Lampe dein eigenes Blaudruck-Bild.
Mit Anmeldung unter niendorf@buecherhallen.de oder Tel. 58 66 64
12.06. Bergedorf: Naturnahes Gärtnern & Wildpflanzen entdecken
16:00-17:30 Uhr
Im ersten Teil des Workshops lernen Sie die Grundlagen des naturnahen Gärtnerns kennen. Wir zeigen Ihnen einfache, praktische Schritte, um Ihren Garten oder Balkon umweltfreundlich zu gestalten und die Artenvielfalt zu fördern. Im zweiten Teil werden wir aktiv, denn hier geht es um die spannende Kunst der Wildpflanzenbestimmung. Sie erfahren, worauf es bei der Identifizierung ankommt, und lernen verschiedene Wildpflanzenarten sowie ihre besonderen Eigenschaften kennen.
Bitte anmelden unter: bergedorf@buecherhallen.de
17.06. Barmbek: Natur pur, wilden Tieren auf der Spur!
16:00 - 17:30 Uhr
Gedichte-Workshop für Kinder
Gemeinsam dichten wir zum Thema Natur,
gehen den wilden Tieren auf die Spur!
Wir lernen verschiedene Reime kennen,
am Ende wirst Du ein Gedicht Dein Eigen nennen!
Anmeldung erforderlich. Anmeldung unter barmbek@buecherhallen.de
20.06. Bergedorf: Tierspuren-Workshop
15:00-16:30 Uhr
Viele Tiere sind scheu, leben versteckt oder sind nachtaktiv, doch sie hinterlassen deutliche Spuren. Zum Tag der Stadtnatur mit dem Motto "Es wird wild" können Familien mit Kindern bis 10 Jahren zusammen mit der Loki Schmidt Stiftung verschiedene Tierspuren kennen lernen, einen Fußabdruck aus Gips anfertigen und sich anschließend in der Stadtnatur auf Fährtensuche begeben.
Bitte anmelden unter: bergedorf@buecherhallen.de
21.06. Alstertal: Bionik – Die Natur macht´s vor: Der Pflanzenhalm – lang und stabil
11:00-12:30 Uhr
Pflanzenhalme sind lang, bewegen sich im Wind und knicken nicht ab. Warum ist das so und wo können wir dieses Wissen technisch anwenden? Wir untersuchen Halme und anderes Material auf ihre Bruchfestigkeit. Zum Schluss versuchen wir selbst einen Pflanzenhalm nachzubauen. Wer baut den höchsten Halm?
Der Workshop wird geleitet von Höhle der Wunder-Erfinderin Dr. Barbara Kranz-Zwerger und findet in der Bücherhalle Alstertal im Rahmen der VDI-TechnoThek statt. Um Anmeldung wird gebeten, da die Plätze begrenzt sind.
Anmeldung erforderlich unter alstertal@buecherhallen.de
Tauschbörse
24.05. Niendorf: Pflanzentauschbörse
12:00-14:00 Uhr
1. Pflanzentauschbörse in der Bücherhalle Niendorf!
Getauscht werden können Ableger, Zimmer- oder Gartenpflanzen und -blumen, gern auch Blumenzwiebeln, Saatgut oder die selbst gezogenen Pflanzen, die im eigenen Garten doch keinen Platz mehr finden. Alles was grün oder bunt ist, oder potenziell wieder bunt und grün werden kann, darf gern getauscht werden.
Wir freuen uns über eine bunte Vielfalt!
Anmeldung unter niendorf@buecherhallen.de oder 040 58 66 64
21.06. Eimsbüttel: Pflanzentauschbörse
12:00-14:00 Uhr
Getauscht werden können Ableger von Garten- und Zimmerpflanzen oder solche, die im eigenen Heim zu viel oder zu groß sind, oder sich unter ungünstigen Bedingungen nicht sehr wohl fühlen. Sie haben noch selbst gezogenes Saatgut? Dies können Sie gerne über unsere Saatgutbibliothek anderen Gästen mit "grünem Daumen" zur Verfügung stellen. Wir wollen Pflanzen sowie nützliche Tipps und Tricks tauschen um unseren Teil zu nachhaltiger Gärtnerei beizutragen und Eimsbüttel noch bunter zu machen.
Lesung
21.06. Niendorf: Lesung "Der Weg der Bienenfrau"
17:00 Uhr
Zum Langen Tag der Stadtnatur haben wir die Autorin Agnes Johanna Flügel zu Gast.
Agnes Johanna Flügel ist systemischer Coach, Autorin und Imkerin. Für ihren Traum von einem Leben im Einklang mit der Natur hängte sie ihren Job in der Hamburger Medienbranche an den Nagel und gründete in Schleswig-Holstein die "Honigmanufaktur Flügelchen". Dort entwickelte sie u.a. Workshops und Seminare rund um Bienen, Natur und Nachhaltigkeit. In ihrem ersten Roman bleibt sie ihren Bienen und dem Wunsch, ihnen und der Imkerei mehr Wertschätzung zu verschaffen, treu.
1649 Johanna führt ein ruhiges Leben auf dem Hof der Familie an der Ostsee. Sie hegt ihrem Garten und widmet sich heimlich dem Studium der Bienen. Als ihr Vater stirbt zerbricht die Idylle, als Frau wird Sie von der Fortführung des Guts ausgeschlossen. Vom Hof vertrieben muss sich Johanna auf einer gefährlichen Reise quer durch das vom Dreißigjährigen Krieg verwüstete Land begeben. Als alles verloren scheint, trifft sie auf die geheimnisvolle Zunft der Zeidler. Die Liebe zu den Bienen verbindet sie. Mit ihrer Hilfe will sie ihr Zuhause zurückholen und um Gerechtigkeit für sich und ihre Familie kämpfen
Karten bekommen Sie in der Bücherhalle Niendorf oder können Sie per Mail unter niendorf@buecherhallen.de oder telefonisch unter 040 / 58 66 64 reservieren.
Saatgutmischung "Hamburg blüht auf 2025"
Die Wildblumenmischung aus regionalem, zertifizierten Saatgut enthält in diesem Jahr 16 verschiedene Arten, die sich an sonnigen und halbschattigen Standorten besonders wohlfühlen und Insekten ein reichhaltiges Buffet bieten. Die Mischung könnt ihr bis zum Herbst aussäen (trockene Sommermonate bitte vermeiden). Die Samen bitte nur leicht mit Erde bedecken und regelmäßig gießen.
Tipp: Verteilt das Saatgut auf zwei Töpfe, die ihr unterschiedlich stark gießt. Die Erde des einen sollte durchgehend feucht bleiben, die des anderen etwas trockener sein. Welche Pflanzen entwickeln sich zuerst? Gibt es dabei Unterschiede zwischen den beiden Töpfen? Das Experiment könnt ihr natürlich auch an zwei unterschiedlichen Standorten im Garten durchführen. Im Herbst könnt ihr die Samen sammeln, trocknen, in beschriftete Tüten füllen und in die Saatgutbibliotheken bringen oder mit euren Nachbar*innen tauschen.
Dieses Jahr haben wir die Pflanzen im wahrsten Sinne des Wortes passend zum diesjährigen Motto "Es wird wild" ausgewählt. Bestimmt habt ihr es schon entdeckt: Alle Pflanzen haben ein Tier oder das Adjektiv "wild" im Namen.
Wilde Malve / Malva sylvestris
- zweijährig
- Blüte Mai - September
- Höhe bis 120 cm
- 18 % Anteil
Die Wilde Malve bevorzugt lockeren, nährstoffreichen Boden und gedeiht am besten an einem sonnigen Standort. Die rosa- bis lilafarbenen Blüten werden vor allem von Hummeln angeflogen, sie sind aber auch bei Schwebfliegen und Bienen beliebt. Aus den getrockneten Blüten und Blättern kann man einen Tee zubereiten, der gegen Husten und Schleimhautentzündungen helfen soll.
Foto: Christine Stecker
Gewöhnlicher Natternkopf / Echium vulgare
- zweijährig
- Blüte Juni - August
- Höhe bis 80cm
- 17 % Anteil
Der gewöhnliche Natternkopf ist ein fantastischer Insektenmagnet: Wildbienen und Schmetterlinge, vor allem Schwalbenschwanz, Zitronenfalter und Kohlweißlinge, sind häufige Gäste auf den lilafarbenen Blüten. Besonders beeindruckend ist die Widerstandsfähigkeit dieser Pflanze, da sie auf schwermetallbelasteten Industriegeländen problemlos wachsen kann.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Wiesen-Bocksbart / Tragopogon pratensis
- zweijährig
- Blüte Mai - Juli
- Höhe bis 70cm
- 11 % Anteil
Der Wiesen-Bocksbart ist ein wahrer Magnet für Insekten. Wildbienen und Wollschweber kann man an den Blüten beobachten, Schmetterlinge legen ihre Eier an der Pflanze ab. Die Raupen wiederum dienen als Futter für seltene Tierarten, wie die Bocksbarteule und den Kräuter-Mönch. Die jungen Triebe und Blätter sind auch für uns Menschen essbar und eignen sich wunderbar als Salatzutat.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Taubenkropf-Leimkraut / Silene vulgaris
- mehrjährig
- Blüte Mai - September
- Höhe bis 50cm
- 10 % Anteil
Das Taubenkropf-Leimkraut duftet nachts besonders stark und lockt damit Nachtfalter und Wildbienen an. Das Nelkengewächs dient aber auch als Futterquelle für bedrohte Arten, wie die Felsgeröllhalden-Erdeule und die Leimkraut-Kapseleule. Diese alte Heilpflanze ist hier nicht mehr sehr bekannt, aber die essbaren jungen Triebe und Blätter sind sehr beliebt in der mediterranen Küche.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Hasenklee / Trifolium arvense
- einjährig
- Blüte Juli - Oktober
- Höhe bis 30 cm
- 8 % Anteil
Ab Juli zeigen sich die rosafarbenen Blüten, die nur ca. 1 cm breit und bis 2 cm hoch sind und meist von Hummeln und anderen Wildbienen bestäubt werden. Die krautige Pflanze verfügt über eine Pfahlwurzel und zeichnet sich durch dreiteilig gefingerte Blattspreiten aus. Der Name könnte darauf hindeuten, dass der Hasenklee früher nicht als Futter für große Nutztiere Verwendung fand, sondern nur von Hasen gefressen werden.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Wilde Möhre / Daucus carota
- zweijährig
- Blüte Juni - September
- Höhe bis 80cm
- 6 % Anteil
Die Wilde Möhre gehört zur Familie der Doldenblütler, ist ein Elternteil der Kulturmöhre und ein Tiefwurzler. Ihre weißliche Wurzel ist essbar und kann im zweiten Jahr geerntet werden. Im ersten Jahr bildet sich zunächst nur eine Rosette aus, erst im zweiten Jahr blüht die Wilde Möhre. Die Dolden stehen dicht beisammen, in ihrer Mitte ist ein dunkler Fleck zu erkennen. Die weißen, bis zu acht Zentimeter breiten Blütenstände bieten den ganzen Sommer über vielen Insekten Nahrung.
Foto: Amira Elatawna
Scharfer Hahnenfuß / Ranunculus acris
- mehrjährig
- Blüte Mai - September
- Höhe bis 100cm
- 6 % Anteil
Diese schöne Blume wird auch Butterblume genannt. Bedrohte Schmetterlingsarten wie der Perlmuttfalter, Mohrenfalter und Feuerfalter sind auf den Nektar angewiesen und für Wildbienen ist sie ein wichtiger Pollenlieferant. Für Menschen mit Heuschnupfen kann sie jedoch eine Plage sein. Außerdem sehr wichtig: Diese Blume ist giftig.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Herbst-Löwenzahn / Scorzoneroides autumnalis
- mehrjährig
- Blüte Juli - September
- Höhe bis 60 cm
- 6 % Anteil
Diese Pflanze kennt sicher jeder. Sie ist auch unter dem Namen Herbst-Schuppenlöwenzahn bekannt. Obwohl die meisten Menschen sie als Unkraut bezeichnen, sind doch viele Insekten, wie Fliegen, Käfer, Schmetterlinge, Wildbienen und Schwebfliegen auf diese Blumen angewiesen. Die Blätter kann man problemlos im Salat essen und aus den Blüten lässt sich Tee herstellen, der die Verdauung und den Stoffwechsel anregt.
Foto: Wilhelm Zimmerling (wikimedia)
Kuckucks-Lichtnelke / Lychnis flos-cuculi
- mehrjährig
- Blüte Mai - Juli
- Höhe bis 80 cm
- 5 % Anteil
Diese lilafarbenen Blumen kommen am häufigsten in Sümpfen und Mooren vor. Dort bieten sie Nahrung für viele Wildbienenarten, wie die Furchen- und Sandbiene, und die Raupen der Schmetterlingsarten Raps-Weißling und Zitronenfalter. Die Kuckucks-Lichtnelke wurde früher als Heilpflanze verwendet und, da die Wurzeln Saponine enthalten, auch als Waschmittel genutzt. Saponine sind biologische Substanzen, die Schaum bilden, wenn sie mit Wasser in Berührung kommen.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Gewöhnliches Ferkelkraut / Hypochaeris radicata
- zweijährig
- Blüte Juni - Oktober
- Höhe bis 70cm
- 4 % Anteil
Diese gelben Blumen können leicht mit dem Löwenzahn verwechselt werden. Auch viele derselben Insekten mögen das Gewöhnliche Ferkelkraut, darunter Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge, vor allem der Postillon. Die Blätter sind für Menschen essbar, aber giftig für Pferde. Außerdem ist ganz besonders, dass die Wurzeln als Kaffeeersatz dienen können, wenn sie geröstet und pulverisiert werden.
Foto: Krzysztof Golik (wikimedia)
Gewöhnliche Schafgarbe / Achillea millefolium
- mehrjährig
- Blüte April - Juni
- Höhe bis 60 cm
- 2 % Anteil
Die Gemeine Schafgarbe gehört zu den Pionierpflanzen und ist auf Wiesen und Weiden sowie an Acker- und Wegrändern zu finden. Der Gattungsname Achillea geht auf Achilles zurück, der im trojanischen Krieg die Schafgarbe zur Wundheilung genutzt haben soll. Auch heute noch wird sie als Gewürz- und Arzneipflanze verwendet und sogar als "Arzneipflanze des Jahres 2025" gewählt. Die Schafgarbe ist eine wichtige Nektarpflanze für Insekten und Schmetterlinge.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Vogelwicke / Vicia cracca
- mehrjährig
- Blüte Juni - August
- Höhe bis 100cm
- 3 % Anteil
Diese Hülsenfrüchtler dienen als wichtige Pollenquelle für Wildbienen und vor allem Schmetterlinge. Die tiefen, trichterförmigen Blüten sind auf den langen Rüssel der Schmetterlinge angewiesen, um bestäubt zu werden. Aber Vorsicht: So schön diese Pflanze auch ist, sie ist schwach giftig. Die Vogelwicke wird häufig als Gründünger verwendet. Sie kann Stickstoff aus der Luft aufnehmen und somit auch auf stickstoffarmen Böden gut wachsen.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Wiesen-Fuchsschwanz / Alopecurus pratensis
- mehrjährig
- Blüte April - Juli
- Höhe bis 120cm
- 2 % Anteil
Dieses Süßgras wird auch Fuchswedel oder Eselsgrau genannt. Es dient als gute Nahrungsquelle für Raupen und Schmetterlinge, wird aber nicht von ihnen, sondern stattdessen durch den Wind bestäubt. Der Deutsche Wetterdienst achtet besonders auf den Blühbeginn des Wiesen-Fuchsschwanzes, denn mit ihm beginnt die Heuschnupfenzeit für Menschen, die auf Gräser allergisch reagieren.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Rotes Straußgras / Agrostis capillaris
- mehrjährig
- Blüte Juni - August
- Höhe bis 60cm
- 1 % Anteil
Dieses Süßgras ist beliebt bei Schmetterlingen wie Schachbrettfalter, Großes Ochsenauge und Geblbindiger Mohrenfalter, wird aber genauso wie der Wiesen-Fuchsschwanz durch den Wind bestäubt. Es eignet sich zur Dachbegrünung, hat aber auch einen anderen, viel wichtigeren Zweck: Das Rote Straußgras ist eine Zeigerpflanze, da es eine geringe Toleranz gegenüber Veränderungen des Lebensraums hat. Es kann deshalb Hinweise auf die Bodenbeschaffenheit, Klimaveränderung oder Luftschadstoffe geben.
Foto: Petr1888, Project: Chrán?ná území (wikimedia)
Gänseblümchen / Bellis perennis
- zweijährig
- Blüte Mai - November
- Höhe bis 15cm
- 0,5 % Anteil
Gänseblümchen hat bestimmt jeder schon einmal gesehen. Bekannt ist es aber auch als Maßliebchen oder Tausendschön. In Europa kann man den zierlichen Korbblütler auf vielen Wiesen finden. Wildbienen, Schwebfliegen oder Schmetterlinge besuchen die Blüten während der langen Blütezeit regelmäßig. Aber diese kleinen Blumen sehen nicht nur schön aus und dienen vielen Insekten als Nahrungspflanzen, sie werden auch als Heilpflanze benutzt. Das Gänseblümchen kann gegen Husten und Rheuma eingesetzt werden, der Tee hilft gegen Kopfschmerzen, und mit der Tinktur werden Prellungen behandelt.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Kleines Habichtskraut / Hieracium pilosella
- mehrjährig
- Blüte Mai - Oktober
- Höhe bis 25cm
- 0,5 % Anteil
Diese Korbblütler, die auch als Mausöhrchen bekannt sind, breiten sich schnell mit ihren Samen und Wurzelausläufern aus. Wildbienen und Raupen, darunter seltene Arten wie Hofdame, Habichtskrautspinner und Kaiserbär, zählen zu den häufigen Besuchern. Auch das Kleine Habichtskraut gilt als Zeigerpflanze. Seine erste Erwähnung als Heilpflanze stammt von Hildegard von Bingen.
Foto: Udo Steinhäuser
Diese Bücherhallen sind Saatgutbibliotheken
Den Austausch von Saatgut gibt es wohl so lange wie der Mensch Ackerbau betreibt, die Weitergabe über den Gartenzaun oder von Hof zu Hof war schon immer selbstverständlich. Die Idee der Saatgutbibliothek stammt aus den USA. Die Zunahme an gentechnisch verändertem Saatgut brachte dortige Umweltinstitutionen dazu mit „Seedlibraries“ die Sortenvielfalt zu erhalten. In Frankreich entstanden die ersten „Grainothèques“ 2013 und auch in Deutschland sind Saatgutbibliotheken im Kommen.
Nachhaltigkeit, Vielfalt und Artenschutz sind auch für die Bibliotheken in Hamburg ein wichtiges Thema. Folgende Bücherhallen bieten interessierten Hobbygärtner die Möglichkeit Saatgut zu tauschen bzw. zu leihen:
- Alstertal, Altona, Barmbek, Bergedorf, Billstedt, Eidelstedt, Eimsbüttel, Hamburger Bücherbusse, Harburg, Horn, Jenfelder Au, Kirchdorf, Lokstedt, Mümmelmannsberg, Neugraben, Niendorf, Schnelsen, Steilshoop, Volksdorf, Wandsbek, Wilhelmsburg.
Weitere Informationen unter: www.buecherhallen.de/saatgutbibliothek