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Hamburg blüht auf 2026
Hamburg blüht auf - Dank dir und mit dieser Wildblumenmischung
Ab Mai 2026 liegen in den Bücherhallen die beliebten »Hamburg blüht auf«-Saatguttüten aus, die sich alle Hamburger*innen kostenfrei mitnehmen konnten. Die Mischung aus zertifiziertem, regionalen Saatgut enthält Samen von 25 Wildblumenarten, die farbenfroh blühen und wichtige Nahrungsquellen für Insekten sind.
Es
handelt sich dabei um samenfestes Saatgut aus dem Ursprungsgebiet 1. Wenn Du die Samen im Herbst absammelst, trocknest und dunkel lagerst, kannst du
diese im Folgejahr wieder aussäen, mit deinen Nachbar*innen teilen oder
in einer Saatgutbibliothek tauschen. Bitte säe nur auf deinem eigenen
Grundstück, um das tatsächliche Vorkommen in der Natur nicht zu
verfälschen!
»Hamburg blüht auf« ist eine gemeinschaftliche Aktion der Bücherhallen Hamburg, der Sparda-Bank Hamburg eG und der Loki Schmidt Stiftung. Mit insgesamt 25.000 Saatguttüten möchten wir gemeinsam ein kleines Zeichen für mehr Artenvielfalt setzen.
Tipps zur Aussaat
Die Saatgutmischung "Hamburg blüht auf" enthält in diesem Jahr 25 Wildblumen, die feuchte Böden bevorzugen. Das Saatgut reicht für eine Fläche von 1 m² und kann sowohl im Garten auch als in Töpfen auf dem Balkon ausgesät werden. Die einjährigen Arten blühen bereits im ersten Jahr, die mehrjährigen Pflanzen bilden meist zunächst nur eine Blattrosette aus und blühen dann ab dem zweiten Jahr.
Aussaatzeitraum: Februar bis Mai oder August bis September (Trockenperioden vermeiden)
Aussaat: Streut das Saatgut auf die lockere Erde aus und drückt es leicht an. Die Samen sollten nicht mit Erde bedeckt werden, da sie das Licht zum Keimen benötigen. Gut wässern. Ideal ist ein halbsonniger Standort.
Pflege: Erde feucht halten, da die Pflanzen nasse Böden bevorzugen. Bitte nicht düngen, je magerer der Boden ist, desto größer wird die Blütenvielfalt. Die Pflanzen gedeihen auch im Kübel auf dem Balkon. Da die Arten jedoch unterschiedlich hoch werden, sollten die größeren Pflanzen, wie zum Beispiel Blutweiderich, Echtes Mädesüß und Blutweiderich, später in eigene Töpfe gepflanzt werden, damit Kleine Braunelle, Sumpfschotenklee & Co. ausreichend Licht erhalten.
Vorsicht giftig: Da einige Pflanzen, wie der Wiesen-Bärenklau, beim Kontakt mit der Haut Rötungen oder allergische Reaktionen auslösen können, empfehlen wir beim Umpflanzen unbedingt Handschuhe zu tragen.
Bitte sät das Saatgut nur im eigenen Garten oder auf dem Balkon aus, um die Vorkommen in der Natur nicht zu verfälschen.
Die Saatgutmischung
Spitzwegerich / Plantago lanceolata
- mehrjährig
- Blüte: Mai bis September
- Höhe bis 50cm
- 9% Anteil
Auf Wiesen, an Wegrändern oder Schuttplätzen kann man die
charakteristische Rosette des Spitzwegerich, in welcher die schmalen,
lanzettlichen, spitz zulaufenden Blätter aufrecht stehen, oft
sehen. Wenn die Wiesen nicht gemäht werden, bildet sich ab Mai ein Blütenstiel heraus, der etwa doppelt so
lang ist wie die Blätter. An dessen Ende zeigt sich ein wunderschöner,
ähriger, walzenförmiger Blütenstand. Die Staubblätter mit weißen Staubfäden ragen weit über die Blüte hinaus.
Spitzwegerich wird in der Naturheilkunde als Mittel gegen Husten
eingesetzt, außerdem soll der Pflanzensaft den Juckreiz nach
Insektenstichen lindern.
Foto: Amira Elatawna
Wiesen-Flockenblume / Centaurea jacea
- mehrjährig
- Blüte: Juni bis Oktober
- Höhe: 30 bis 150cm
- 8% Anteil
Die Wiesen-Flockenblume ist auf Wiesen und Weiden, auf Halbtrockenrasen und an Straßenrändern zuhause. Aber auch im Garten wird der hübsche Korbblütler als bienenfreundliche Staude geschätzt. Mehr als 90 Wildbienen- und 60 Schmetterlingsarten finden an den rosafarbenen Blüten Nahrung.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Rote Lichtnelke / Silene dioica
- zweijährig
- Blüte: April bis Oktober
- Höhe bis 90cm
- 8% Anteil
Die Rote Lichtnelke kommt an
Waldrändern, in Gebüschen, in Bruch- und Auenwäldern sowie auf feuchten
Wiesen vor. Ihre Blüten sind nur tagsüber geöffnet und bieten
zahlreichen Insekten Nahrung. Mit ihren langen Rüsseln kommen Tagfalter
leicht an den Nektar heran. Hummeln hingegen besitzen nur einen kurzen
Rüssel, um dennoch in den Genuss des Nektars zu kommen, beißen sie ein Loch in die Kelchwand.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Kornblume / Centaurea cyanus
- einjährig
- Blüte: Mai bis September
- Höhe bis 80cm
- 7% Anteil
Die blau-blühende Sommerblume wuchs früher üppig inmitten von
Getreidefeldern. Diesem Umstand verdankt sie ihren Trivialnamen
"Kornblume". Da sie allerdings oftmals als Unkraut bekämpft wurde,
gingen die Bestände stark zurück. Heute kann man sie wieder häufiger an
den Rändern biologisch bewirtschafteter Felder finden. Die Kornblume
liebt sonnige, nährstoffarme, durchlässige Böden. Ihr Nektar dient
Schmetterlingen, Hummeln und Bienen als Nahrung.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Wiesen-Margerite / Leucanthemum vulgare
- mehrjährig
- Blüte: Mai bis September
- Höhe bis 70cm
- 7% Anteil
Die Wiesen-Margerite ist ein wahrer Magnet für Bienen und Schmetterlinge, auch Raupen finden an ihr Nahrung. Die pflegeleichte und robuste Pflanze gedeiht am besten auf stickstoffarmen, sonnigen bis halbschattigen, frischen bis halbtrockenen Wiesen. Blätter, Blüten und Wurzeln sind essbar und finden auch in der Naturheilkunde Anwendung. Die Pflanze ist nicht giftig, jedoch kann es bei Berührung zu Kontaktallergien kommen.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Kuckucks-Lichtnelke / Lychnis flos-cuculi
- mehrjährig
- Blüte: Mai bis Juli
- Höhe bis 80cm
- 7% Anteil
Diese lilafarbene Nelkengewächs bevorzugt frische, nährstoffreiche Böden. Dort bieten sie Nahrung für viele Wildbienenarten, wie die Furchen- und Sandbiene, und die Raupen der Schmetterlingsarten Raps-Weißling und Zitronenfalter. Die Kuckucks-Lichtnelke wurde früher als Heilpflanze verwendet und, da die Wurzeln Saponine enthalten, auch als Waschmittel genutzt. Saponine sind biologische Substanzen, die Schaum bilden, wenn sie mit Wasser in Berührung kommen.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Gewöhnliche Braunelle / Prunella vulgaris
- mehrjährig
- Blüte: Juni bis September
- Höhe bis 25cm
- 7% Anteil
Diese zierliche Lippenblütler wächst auf Wiesen und an Wegrändern. Im Garten kann die bei Wildbienen und Schmetterlingen beliebte Pflanze auch als Bodendecker zum Einsatz kommen. Sie überlebt auch in regelmäßig gemähten Rasen und toleriert den Fraß und Tritt durch Vieh auf Weiden. Von der Loki Schmidt Stiftung wurde sie zur Blume des Jahres 2023 gekürt.
Foto: Christine Stecker
Weißes Labkraut / Galium album
- mehrjährig
- Blüte: Juni bis September
- Höhe: 30 bis 100cm
- 5% Anteil
Das Weiße Labkraut wächst auf Wiesen und an Wegrändern, kommt aber auch auf Schutthalden vor. Die Pflanze mit den vierkantigen Stängeln und lanzettlichen Blättern ist vor allem bei Raupen als Futterpflanze beliebt. Die kleinen weißen, in Scheindolden zusammenstehenden Blüten betören durch ihren süßen Duft.
Foto:
Sumpf-Schotenklee / Lotus pedunculatus
- mehrjährig
- Blüte: Mai bis August
- Höhe: 10 bis 30cm
- 4% Anteil
Der Sumpf-Schotenklee, auch Sumpf-Hornklee genannt, ist eine winterharte Pflanze, die mehr als 60 Wildbienenarten Nahrung bietet. Sie bevorzugt einen feuchten, halbschattigen Standort. Die gelblich-grünen Samen bilden sich in einer geraden Hülsenfrucht aus und können ab September/Oktober geerntet werden.
Die Blüten und Blätter sind essbar.
Foto:
Gewöhnliche Schafgarbe / Achillea millefolium
- mehrjährig
- Blüte: Juni bis Oktober
- Höhe: 20 bis 60cm
- 3% Anteil
Die Gemeine Schafgarbe gehört zu den Pionierpflanzen und ist auf Wiesen und Weiden sowie an Acker- und Wegrändern zu finden. Der Gattungsname Achillea geht auf Achilles zurück, der im trojanischen Krieg die Schafgarbe zur Wundheilung genutzt haben soll. Auch heute noch wird sie als Gewürz- und Arzneipflanze verwendet und sogar als "Arzneipflanze des Jahres 2025" gewählt. Die Schafgarbe ist eine wichtige Nektarpflanze für Insekten und Schmetterlinge. Sie besitzt gefiederte Blätter, Die Zungenblüten sind weiß bis rosafarben und umschließen die gelblichweißen Röhrenblüten. Die Blütenstände bilden bis zu 10 cm breite Schirmrispen.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Sumpf-Schafgarbe / Achillea ptarmica
- mehrjährig
- Blüte: Mai bis August
- Höhe: 30 bis 70cm
- 3% Anteil
Die Sumpf-Schafgarbe oder auch Bertramsgarbe genannt gedeiht am besten auf nassen Böden, fühlt sich also beispielsweise auch am Gartenteich wohl. Im Vergleich zur Gewöhnlichen Schafgarbe sind ihre Blätter schmal-lanzettlich und ihre Blüten größer, dafür aber weniger zahlreich. Der Korbblütler bietet mehr als 70 Wildbienenarten Nahrung, ist aber auch bei Raupen eine beliebte Futterpflanze. Die kleinen Samen können im Herbst abgesammelt werden. In der Volksmedizin wurden die getrockneten Wurzeln zu Niespulver verarbeitet, darauf weist der botanische Name ptarmica (von griechisch ptairo = niesen) hin.
Foto: Udo Steinhäuser
Wiesen-Kerbel / Anthriscus sylvestris
- mehrjährig
- Blüte: April bis Juni
- Höhe: 60 bis 150cm
- 3% Anteil
Der Wiesen-Kerbel ist der erste Doldenblütler, der im Frühjahr auf Wiesen und an Wegrändern seine weißen Blüten präsentiert - ein beliebtes Nahrungsangebot, das von mehr als 70 Schwebfliegen- und 40 Wildbienenarten genutzt wird. Die Pflanze ist anspruchslos, winterhart und bei Gärtnerinnen und Gärtnern besonders beliebt, da er Blattläuse und Mehltau von anderen Pflanzen fernhält. Kerbel ist auch eine sehr alte Gewürzpflanze, die in der Frankfurter Grünen Soße verwendet wird. In der Naturheilkunde verwendet man die Blätter als Tee gegen Verdauungsbeschwerden und als Umschläge gegen Hautausschläge.
Foto: André Palm
Echtes Barbarakraut / Barbarea vulgaris
- zweijährig
- Blüte: April bis Juli
- Höhe bis 60cm
- 3% Anteil
Das Echte Barbarakraut, auch Winterkresse genannt, ist eine Pionierpflanze, die auf Ruderalstellen, an Spülsäumen von Flüssen aber auch an Wegrändern und Äckern zu finden ist. Im ersten Jahr bildet die Pflanze zunächst eine Blattrosette aus, erst im zweiten Jahr zeigen sich die Blütenstände mit den gelben Kreuzblüten. Die Samen reifen in aufrecht stehenden Schoten. Die Blätter sind essbar und werden als Salat verwendet sowie zur Vorbeugung von Erkältungen genutzt. Die Pflanze übersteht kältere Temperaturen und kann bis in den Dezember hinein geerntet werden. Und so kommt es, dass man auch am 4. Dezember, dem Tag der Heiligen Barbara, noch Barbarakraut ernten kann
Foto: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz (Wikimedia Commons)
Gewöhnlicher Blutweiderich / Lythrum salicaria
- mehrjährig
- Blüte: Juni bis September
- Höhe: bis 1m
- 3% Anteil
Mit seinen purpurroten Blüten und einer Höhe von bis zu einem Meter ist der Blutweiderich ein wahrer Hingucker im Garten und auf dem Balkon. Er ist winterfest, robust und pflegeleicht und dient vielen Bienen- und Raupenarten als Futter. Jede Pflanze kann bis zu 3 Millionen Samen produzieren.
Da der Blutweiderich sehr groß wird, empfiehlt es sich, ihn im ersten Jahr in einen eigenen Topf auf dem Balkon (am besten in einen Sumpf-Topf) oder am Ufer des Gartenteichs einzupflanzen.
Foto: Amira Elatawna
Klatschmohn / Papaver rhoeas
- einjährig
- Blüte: Mai bis Juli
- Höhe: 30 bis 90cm
- 3% Anteil
Der Klatschmohn ist ein typischer Getreidebegleiter und wurde 2017 zur Blume des Jahres gekürt um auf die Gefährdung und den Verlust von Ackerwildpflanzen aufmerksam zu machen. Die duftlosen Blüten bilden nur Pollen, aber keinen Nektar und sind daher für Schmetterlinge uninteressant, aber sehr beliebt bei Bienen. Aber aufgepasst: Der Klatschmohn beinhaltet Alkaloide, die giftig sind.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Herbst-Löwenzahn / Scorzoneroides autumnalis
- mehrjährig
- Blüte: Juli bis September
- Höhe bis 60cm
- 3% Anteil
Diese Pflanze kennt sicher jeder - dennoch ist sie bei Gärtnerinnen und Gärtnern wenig beliebt. Zu Unrecht, denn der Löwenzahn ist eine wichtige Insektenpflanze und für Wildbienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen eine zuverlässige Nahrungsquelle. So finden an den leuchtend gelben Korbblüten zum Beispiel mehr als 80 Wildbienenarten Nektar. Und auch in der Küche kann man den Löwenzahn vielseitig verwenden: Die Blätter sind eine aromatische Ergänzung in Salaten, aus den Blüten kann Honig oder Tee zubereitet werden.
Foto: Wilhelm Zimmerling (wikimedia)
Gewöhnlicher Teufelsabbiss / Succisa pratensis
- mehrjährig
- Blüte: Juli bis September
- Höhe 20 bis 100cm
- 3% Anteil
Hellblau-violett gefärbte, zwei bis drei Zentimeter große Körbchen, die aus 50-80 Blüten bestehen, lassen den Teufelsabbiss im Sommer zum Augenschmaus im Garten werden. Das Geißblattgewächs wird auch als Teufelswurz bezeichnet. Einer Sage nach soll der Teufel aus Zorn über die Heilkraft der Pflanze seine Wurzeln abgebissen haben. Und tatsächlich sieht das unterirdische Sprossachsensystem (das Rhizom) wie abgebissen aus. Das ist jedoch nicht auf den Teufel zurückzuführen, sondern darauf, dass die Wurzeln im Herbst absterben. Die Blume des Jahres 2015 wird auf der Vorwarnliste der Roten Liste geführt.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Echtes Mädesüß / Filipendula ulmaria
- mehrjährig
- Blüte: Juni bis August
- Höhe bis 150cm
- 3% Anteil
Diese einheimische Wildstaude ist robust, pflegeleicht und winterhart. Auf feuchten Wiesen fühlt sie sich das Rosengewächs am wohlsten und wird hier vor allem von Raupen als Futterpflanze genutzt. Seine weißen Blüten stehen in Trugdolden zusammen und verströmen einen Duft von Honig und Mandel. Die Samen reifen in kleinen Nüssen aus.
Foto: André Palm
Gras-Sternmiere / Stellaria graminea
- mehrjährig
- Blüte: Mai bis Juni
- Höhe bis 50cm
- 2% Anteil
Die Gras-Sternmiere gehört zu den Nelkengewächsen und bevorzugt einen feuchten, sonnig- bis halbschattigen Standort. Die zarten, weißen Blüten - die aus fünf Kronblättern bestehen, die bis über die Mitte gespaltet sind - zeigen sich ab April und werden von Wildbienen besucht. Die rötlich-braunen Samen reifen in einer länglichen Kapselfrucht heran.
Foto: Alison Northup (Wikimedia Commons)
Wiesen-Sauerampfer / Rumex acetosa
- mehrjährig
- Blüte: Mai bis August
- Höhe: 40 bis 80cm
- 2% Anteil
Wer den Wiesen-Sauerampfer im Garten oder auf dem Balkon anpflanzt, sorgt für Schmetterlingsvielfalt: Mehr als 90 Raupenarten finden hier Nahrung, darunter Feuerfalter und Dukatenfalter. Die Blätter finden auch in vielen traditionellen Gerichten Verwendung, beispielsweise in Ampfersuppe, Frankfurter Grüner Soße oder zum Würzen von Eintöpfen. Da Sauerampfer schwach giftig ist, sollte man jedoch nicht zu viel davon essen.
Foto: Axel Jahn
Wiesen-Bärenklau / Heracleum sphondylium
- mehrjährig
- Blüte: Juni bis September
- Höhe bis 150cm
- 2% Anteil
Der Wiesen-Bärenklau bevorzugt feuchte, nährstoffreiche Böden. Seine großen, behaarten Blätter erinnern an Bärentatzen, vermutlich geht sein Name darauf zurück. Die weißen Blüten bilden sich meist erst nach mehreren Jahren aus. Dennoch ist die Pflanze bei Insekten sehr beliebt, lässt man die vertrockneten Stängel über den Herbst und Winter stehen, finden hier zahlreiche Arten Rückzugs- und Überwinterungsmöglichkeiten. Da der Wiesen-Bärenklau giftig ist, sollte man die Pflanze nur mit Gartenhandschuhen anfassen, die feinen Haare können Rötungen verursachen.
Foto: André Palm
Scharfer Hahnenfuß / Ranunculus acris
- mehrjährig
- Blüte: Mai bis September
- Höhe 30 bis 100cm
- 1% Anteil
Seine gelben, schimmernden Blüten erstrahlen im Sonnenlicht auf feuchten Wiesen und werden von mehr als 30 Wildbienen- und 30 Schmetterlingsarten besucht, darunter Perlmuttfalter und Feuerfalter. Für uns Menschen heißt es jedoch Vorsicht: Die Pflanze ist in allen Teilen giftig und sollte daher nicht gegessen werden.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Gewönlicher Gilbweiderich / Lysimachia vulgaris
- mehrjährig
- Blüte: Juni bis August
- Höhe bis 100cm
- 1% Anteil
Der Gewöhnliche Gilbweiderich ist eine heimische Staude, die sich schnell über Ausläufer ausbreitet. Wenn sie viel direktem Sonnenlicht ausgesetzt ist, sind die Blüten leuchtend gelb mit roter Basis und werden von Insekten bestäubt. Wächst die Pflanze hingegen im Schatten, sind die Blüten kleiner und heller und bestäuben sich selbst. Der Gewöhnliche Gelbweiderich besitzt keinen Nektar, sondern lockt Insekten mit Öl an. Vor allem Raupen finden an ihr viel Nahrung.
Foto: André Palm
Wiesen-Schaumkraut / Cardamine pratensis
- mehrjährig
- Blüte: April bis Juni
- Höhe bis 60cm
- 1% Anteil
Das Wiesen-Schaumkraut bevorzugt
frische bis feuchte, nährstoffreiche Wiesen- und Rasenstandorte, besitzt
jedoch eine hohe Anpassungsfähigkeit und ist daher auch auf sandigen
Standorten zu finden. Wenn die Blüten sich zeigen, ist meist auch der Aurora-Falter nicht fern, da seine Raupen sich bevorzugt vom Pflanzensaft ernähren. Die
Pflanzensamen befinden sich in einer Schote, welche bei Reife
aufspringt. Die Wildpflanze wurde von der Loki Schmidt Stiftung zur Blume des Jahres 2006 gekürt.
Foto: Loki Schmidt Stiftung
Geflügeltes Johanniskraut / Hypericum tetrapterum
- mehrjährig
- Blüte: Juli bis August
- Höhe: 30 bis 60cm
- 1% Anteil
Das Geflügelte Johanniskraut wird umgangssprachlich auch Flügel-Hartheu oder Flügel-Johanniskraut genannt, womit das Hauptunterscheidungsmerkmal zu anderen Johanniskräutern betont wird: Seine Stängel sind hohl und vierkantig. Diese Kanten werden auch als Flügelleisten oder "vierflügelig" bezeichnet. Es handelt sich um eine einheimische, winterharte Staude, die vor allem sonnige und feuchte Standorte liebt. Die gelben, sternförmigen Blüten duften süß. Die Pflanze ist eine beliebte Raupenfutterpflanze.
Foto: Zeynel Cebeci (Wikimedia Commons)
Diese Bücherhallen sind Saatgutbibliotheken
Den Austausch von Saatgut gibt es wohl so lange wie der Mensch Ackerbau betreibt, die Weitergabe über den Gartenzaun oder von Hof zu Hof war schon immer selbstverständlich. Die Idee der Saatgutbibliothek stammt aus den USA. Die Zunahme an gentechnisch verändertem Saatgut brachte dortige Umweltinstitutionen dazu mit „Seedlibraries“ die Sortenvielfalt zu erhalten. In Frankreich entstanden die ersten „Grainothèques“ 2013 und auch in Deutschland sind Saatgutbibliotheken im Kommen.
Nachhaltigkeit, Vielfalt und Artenschutz sind auch für die Bibliotheken in Hamburg ein wichtiges Thema. Folgende Bücherhallen bieten interessierten Hobbygärtner die Möglichkeit Saatgut zu tauschen bzw. zu leihen:
- Alstertal, Altona, Barmbek, Bergedorf, Eidelstedt, Eimsbüttel, Finkenwerder, Hamburger Bücherbusse, Harburg, Horn, Jenfelder Au, Kirchdorf, Lokstedt, Mümmelmannsberg, Neuallermöhe, Neugraben, Niendorf, Steilshoop, Volksdorf, Wandsbek, Wilhelmsburg.
Weitere Informationen unter: www.buecherhallen.de/saatgutbibliothek